16.Vatertags-Helitreffen 2012

Bericht der Zeitschrift ROTOR 7/12 von Rüdiger Huth

Erfolg für Heiko Fischer

Ein Riesenerfolg beim 1. Rotor-Live Freestyle Contest landete unser Nachwuchspilot Heiko.

Unter den 16 Teilnehmern, die sich dem Wettbewerb stellten, einen hervorragenden 4.Platz belegt.  Die Piloten bewerten sich selbst gegeneinander, nach den Kriterien Show, Schwierigkeit, Musikgefühl und Kreativität. Jeweils 2 flogen gegeneinander, 6 bewerteten.

 

Heiko konnte in der ersten Runde den Mikado Teampiloten Frederic Hanisch besiegen. Im Viertelfinale schaltete er dann keinen geringeren als Robert Sixt aus. Im Halbfinale unterlag er dann Hiroki Ito, dem amtierenden 4maligen Weltmeister. Im kleinen Finale unterlag er Kyle Dahle, mit den Nerven schon ziemlich am Ende, wobei Ihm ein kleiner Flugfehler unterlief.

 

Das Finale bestritten dann Jo Kaulbach und Hiroki Ito. Auch Jo mußte sich Hiroki geschlagen geben.

 

Somit lautet das Ergebnis: 

Platz 1: Hiroki Ito

Platz 2: Jo Kaulbach

Platz 3: Kyle Dahle 

Platz 4: Heiko Fischer

 

Die drei ersten sind allesamt internationale Spitzenpiloten. Zitat von Markus Fiehn/Rotor: Heiko`s 4.Platz, die Überraschung des Wettbewerbs.

Info Heiko Fischer

 

Glückwunsch für die tolle Leistung vom MfC-Heidelberg

Bericht RNZ 05.Nov.2011

Fotos: Sven Hoppe
Fotos: Sven Hoppe

Bericht Rhein-Neckar-Zeitung, 05.Nov.2011

Die Himmelsstürmer des Mfc-Heidelberg

Von Philipp Jung, RNZ

Taumelnd stürzt der Helikopter in die Tiefe. Mit einem hohen, weithin hörbaren Surren ändern die Rotorblätter schlagartig ihren Winkel. Der Motor heult auf, der Windstoß drückt den gemähten Rasen nieder. Der Helikopter, gerade noch in scheinbar unkontrolliertem Sinkflug begriffen, bockt heftig, aber fängt sich knapp über der Wiese. Einen Augenblick verharrt er fast lautlos in der Schwebe. Plötzlich erhöht der Pilot die Drehzahl wieder und in einer absurden Vorlage schießt der Hubschrauber empor. Die Rotorblätter zerschneiden die Luft mit einem gefährlichen Zischen. Ruckartig klappt der Heli nach hinten und fliegt kopfüber weiter.

Heiko Fischer, der waghalsige Pilot, verzieht während des ganzen Manövers keine Miene. Mit schlafwandlerischer Sicherheit hantiert er an der Fernsteuerung. Er drosselt den Motor, gibt Vollgas, drückt Knöpfe und zieht Hebel, während sein Blick starr auf sein Fluggerät gerichtet ist. Erst als der Hubschrauber wieder sicher neben ihm auf der Wiese des Modellflugclubs Heidelberg gelandet ist, nimmt er den Kopf aus dem Nacken und die Hände von der Funkfernsteuerung.

"Heiko ist unser Mann für die Action", erklärt Michael Küchler, der Schatzmeister des Vereins, nach der geglückten Vorstellung. Der junge Mann mit den wuscheligen Haaren kommt gerade herübergeschlendert und schüttelt seine Finger aus. Mit der umgehängten Fernsteuerung erinnert er auf den ersten Blick jedoch mehr an einen typisch deutschen Touristen als an einen waghalsigen Himmelstürmer. Doch der erste Eindruck täuscht. Zwar riskiert er nicht sein Leben, es steht jedoch eine Menge Geld auf dem Spiel. Denn die teuren Profigeräte des Modellflugclubs sind nicht mit den Kinderspielzeugen zu vergleichen, die in den letzten Jahren Einzug in deutsche Büros und Kinderzimmer gehalten haben.

Ganz so einfach kann man Spielerei und ernstes Hobby beim MFC jedoch auch nicht trennen, gibt Küchler zu, während er einige Modelle wie mit Samthandschuhen auf einem Tisch drapiert. "Das Hobby ist schon ziemlich anspruchsvoll. Wenn man erst mal Blut geleckt hat, dann will man auch die Technik dahinter verstehen und sein fliegerisches Können und seine Modelle stetig verbessern", erklärt der hochgewachsene Mittvierziger. Schmunzelnd fügt er hinzu: "Außerdem steckt ja auch in jedem Mann ein Kind - und das will eben spielen."

Um den geeigneten Platz dafür zu schaffen, baute der Verein 1963 in Eigenarbeit 20.000 Quadratmeter Ackerfläche zwischen Dossenheim und Neckar zu einem Flugplatz mit Vereinsheim aus. Zu jener Zeit war der Modellflugsport jedoch noch stark durch die vorherrschenden technischen Möglichkeiten begrenzt. Die wenigen vorhandenen Seglermodelle wurden noch mit Winden angeschleppt.

Heute besitzen die überwiegend männlichen Mitglieder über 100 Modelle, die sich hauptsächlich mit Hilfe von Elektro- oder Verbrennungsmotoren in die Lüfte erheben. Einige davon hat Küchler zum Vorzeigen dabei. Der Größe nach akkurat aufgereiht, reicht die Rotorenspannweite bei der getroffenen Auswahl von fünf Zentimetern bis zu über einem Meter. Die Größe sagt jedoch noch nichts über Preis, Leistung und Qualität des Modells aus.

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